Stadt Weiden und Landkreis Neustadt an der Waldnaab
BSW-Unterstützerkreis in Weiden
In Weiden haben sich im Herbst 2024 bereits einige Leute zusammengefunden, die sich vor Ort für Frieden, soziale Gerechtigkeit, fairen Diskurs und eine vernünftige Wirtschaftspolitik in der nördlichen Oberpfalz einsetzen möchten.
Wir freuen uns immer über Interessierte, die Zeit und Lust haben, einfach mal bei unserem nächsten Treffen vorbeizuschauen. Ort und Zeit werden immer im nebenstehenden Kasten bekannt gegeben.
Ansprechpartner für den Unterstützerkreis Weiden/Neustadt a.d. Waldnaab ist Michael Prüll. Wer mit ihm Kontakt aufnehmen oder Näheres über das BSW erfahren möchte, kann uns per E-Mail über den Menüpunkt „Kontakt“ oder direkt unter bsw.oberpfalz@gmail.com erreichen.
Treffen mit Neumitgliedern:
DI, 20.01.2026, 19 Uhr
Gaststätte „Zum Alten Schuster“,
Schustermooslohe 60, Weiden
Themen:
Was ist los im BSW?
Wer macht mit und warum?
Über all dies und noch viel mehr können wir bei diesem Treffen gemütlich plaudern.
BSW-GESPRÄCHE IN DER NÖRDLICHEN OBERPFALZ
Deutlich mehr Mitglieder und Interessenten als erwartet fanden sich am 20. Januar 2026 in Weiden ein, so dass der reservierte Tisch im „Alten Schuster“ bei weitem nicht ausreichte. Glücklicherweise zeigten sich Wirt und Bedienung sehr flexibel und verfrachteten uns kurzerhand in ein eigenes Nebenzimmer.
Begrüßt wurden die Teilnehmer von Stefan Scheingraber, Regionalbeauftragter und Vorsitzender des BSW-Bezirksverbands Oberpfalz. Er bot einen kurzen Überblick über die Entwicklung des BSW in der Oberpfalz und schilderte seine Bemühungen, die stockende Mitgliederaufnahme voranzubringen. Besonders dankte er den Neumitgliedern für ihre Geduld – einige warteten bereits seit mehr als einem Jahr auf ihre Aufnahme in die Partei – sowie für die teils weite Anreise nach Weiden i.d. Opf.
In entspannter Atmosphäre und bei gutem Essen stellten sich alle Anwesenden vor und berichteten von ihrer Motivation, dem BSW beizutreten oder es zu unterstützen. Co-Landesvorsitzende Irmgard Freihoffer hob in einer kurzen Ansprache – mit Verweis auf Habermas’ Diskurstheorie – die Bedeutung einer respektvollen und konstruktiven Debatten- und Gesprächskultur innerhalb der Partei hervor.
Im Anschluss blieb reichlich Zeit für einen offenen Austausch zu politischen Themen, in dessen Verlauf unter anderem ein Teilnehmer von seinen Eindrücken beim BSW-Bundesparteitag in Magdeburg berichtete.
Die Reaktionen auf das Treffen fielen nahezu einhellig positiv aus. Damit der Kontakt nicht abreißt, lud Initiator Michael Prüll alle Teilnehmer ein, sich der bestehenden WhatsApp-Gruppe für die nördliche Oberpfalz anzuschließen. Ein weiteres Treffen dieser Art ist erst für das zweite Quartal 2026 geplant, da vorher noch ein Bezirksparteitag ansteht, zu dem alle Parteimitglieder der Oberpfalz eingeladen werden. Dieser soll möglichst in der geographischen Mitte der Oberpfalz stattfinden.
BSW OBERPFALZ BEI DEMO IN GRAFENWÖHR
Am Samstag, 20. September 2025, wurde der Stadtpark in Grafenwöhr zum Kundgebungsplatz. Überregional bekannt ist die Stadt durch den Truppenübungsplatz der US-Army, dem größten NATO-Trainingsgelände Europas. Aus diesem Grund wählten Friedensorganisationen aus der Oberpfalz und dem angrenzenden Tschechien diesen Ort, um in bewegenden und informativen Redebeiträgen auf die für 2026 in Deutschland geplante Stationierung von US-Raketen mit einer Reichweite bis zu 3.000 km aufmerksam zu machen.
Mit „Raketen sind Magneten!“ brachte Reiner Braun, langjähriger Geschäftsführer internationaler Friedensorganisationen, die Gefahr, die von der Raketenstationierung für Deutschland ausgeht, auf den Punkt. „Was sind denn die Antworten der anderen Seite?“ fragt Braun und gibt zu bedenken, dass die Antwort der anderen Seite ja nur sein könne, „die Orte, von denen diese Raketen ausgehen, zu zerstören, bevor man selbst zerstört wird“.
Bei den von den deutschen Steuerzahlern zu finanzierenden Raketen handelt es sich um Systeme, die eine Gegenschlagmöglichkeit durch Frühwarnsysteme ausschließen und damit Russland in einen nervösen Alarmzustand versetzen würden. Thomas Rödl vom DFG-VK weist darauf hin, dass die Region mit solchen Raketen zum möglichen Ziel für Präventivangriffe und atomare Vergeltungsschläge werden könne.
Bemerkenswert ist, dass die bilaterale Entscheidung zwischen den damaligen Staatschefs Joe Biden und Olaf Scholz am Rande eines Nato-Gipfeltreffens im Juli 2024 derartige Raketen nur für Deutschland vorsieht. Kein anderes europäisches Land beteiligt sich an einer solchen Stationierung. Damit rückt Deutschland besonders in den Fokus eines möglichen Angriffs.
Natürlich durfte bei dieser Aktion auch die einzig konsequente Friedenspartei nicht fehlen. An der Organisation der Veranstaltung waren auch Vertreter des Bündnisses Sahra Wagenknecht beteiligt. Unterstützt wurden sie von weiteren Mitgliedern und Unterstützern des BSW Oberpfalz, die sich auf den Weg nach Grafenwöhr gemacht hatten. (Bericht: Mandy Lutz)
20.09.2025 „Keine Raketen nach Grafenwöhr“
13 Uhr im Stadtpark, Grafenwöhr
Kundgebung (keine Demo) gegen die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen
GEGEN NEUE RAKETEN, FÜR EINE FRIEDLICHE WELT
Kanzler Scholz (inzwischen abgewählt) hat die Absicht der Stationierung im Juni 2024 bekannt gegeben. Nach einem Besuch bei US-Präsident Joe Biden (auch abgewählt). Die VolksvertreterInnen im Deutschen Bundestag haben über die Aufstellung von neuen Raketen nicht einmal debattiert, geschweige denn diese beschlossen.
Die neuen Raketensysteme mittlerer Reichweite könnten auf dem Truppenübungsplatz bei Grafenwöhr in der Oberpfalz stationiert werden. Dort ist bereits die 41. Feld-Artillerie-Brigade der US-Army stationiert, die solche Raketensysteme bedienen kann. 48 bis 72 unterschiedliche Raketensysteme sind geplant. Die Waffen sind unter Kontrolle der US-Armee und werden ohne Mitwirkung der Bundeswehr eingesetzt. Der Truppenübungsplatz Grafenwöhr wird damit zum hochrangigen Ziel für Präventiv- und Vergeltungsschläge im drohenden Atomkrieg.
ANGRIFFSWAFFEN IN DER OBERPFALZ?
Ist es denkbar, dass in der Oberpfalz, genauer auf dem US-Truppenübungsplatz Grafenwöhr, Erstschlagwaffen zum Einsatz gegen Russland stationiert werden? Diese Frage stand am 15. Mai 2025 im Mittelpunkt des Treffens, zu dem sich BSW-Unterstützer und -Mitglieder aus der Oberpfalz in Bodenwöhr zusammenfanden.
Dass eine solche Stationierung in Deutschland geplant ist, gaben Kanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden am 10. Juli 2024 bekannt – ohne parlamentarische, geschweige denn öffentliche Debatte. Bekannt ist außerdem, um welche Waffensysteme es sich handeln soll, nämlich Tomahawk-Marschflugkörper, SM 6-Boden-Boden-Raketen sowie die Hyperschallwaffe Dark Eagle mit Reichweiten von jeweils 1700, 1600 bzw. 3000 Kilometern. Mit diesen Waffen könnte von der Oberpfalz aus tief ins russische Staatsgebiet geschossen werden, Vorwarnzeit praktisch gleich null, folglich nicht abfangbar.
Obwohl offiziell noch nicht bestätigt, spricht Vieles dafür, dass Waffen dieser Art auch in Grafenwöhr stationiert werden könnten: Der US-Truppenübungsplatz bietet mit 233 Quadratkilometern sehr viel Platz und befindet sich so weit östlich, dass von hier aus russische Kommandozentralen getroffen werden könnten. Grafenwöhr würde damit zum möglichen Ziel von Präventiv- und Vergeltungsschlägen der Russischen Föderation.
Möglich wurde diese neuerliche Aufrüstung aufgrund der einseitigen Kündigung des INF-Vertrags durch die USA im Februar 2019 während der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump.
„Die Friedenspartei BSW will sich mit dieser Situation nicht abfinden, denn solche Waffen bieten keinen Schutz, sondern machen uns vielmehr zur Zielscheibe auf einem deutschen Kriegsschauplatz“, so Dr. Stefan Scheingraber, Regionalbeauftragter für das BSW Oberpfalz und Mitglied des BSW-Landesvorstands. Deshalb wollen die Anwesenden die Öffentlichkeit mit Aktionen, Infoständen und Flyern aufklären.
Ergebnisse der BT-Wahl 2025 im Wahlkreis 234 Weiden
Im Wahlkreis 234 – Weiden wählten 2,6% der Wahlteilnehmer das Bündnis Sahra Wagenknecht.
In den Städten und Landkreisen des Wahlkreises 234 erreichte das BSW
Stadt Weiden: 3.0%
Landkreis Tirschenreuth: 2,6%
Landkreis Neustadt a.d. Waldnaab: 2,4%
Zweites Treffen des des BSW-Unterstützerkreises in Weiden
Bei unserem zweiten Treffen im Januar 2025 berichtete Stefan Scheingraber vom BSW-Bundesparteitag in Bonn und stellte das Wahlprogramm des BSW für die Bundestagswahl vor.
Danach überlegten wir, wie wir im Wahlkreis Weiden/Neustadt für das BSW werben können. Die Plakate und Flyer, die Stefan mitgebracht hatte, fanden reißenden Absatz. Es ist schön, nun konkret tätig werden zu können.
Gründung des BSW-Unterstützerkreises in Weiden
Ende Oktober fand in Weiden ein erstes Koordinierungstreffen für einen Weidener BSW-Unterstützerkreis mit mehreren Interessierten statt, zu dem auch die Regensburger BSW-Stadträtin und Regionalbeauftragte Irmgard Freihoffer sowie der Chamer BSW-Kreisrat Dr. Stefan Scheingraber gekommen waren.
Einen Eindruck vom Verlauf des Abends sowie den dort besprochenen Themen und Zielen des Bündnis Sahra Wagenknecht vermittelt der nebenstehend verlinkte Bericht von Oberpfalz-TV.
Ergebnis der EU-Wahl 2024 in Weiden
In Weiden erreichte das Bündnis Sahra Wagenknecht 4,0% der Stimmen.
